Durchkreuzte Jakobswege

Erschütterung und Inspiration
umgesetzt in 14 Kreuzwegstationen

Bildtafeln von Marlies Franz   

7. März – 22. April
Eröffnung am Donnerstag, 7. März um 19 Uhr

Die Bilder interpretieren den Dialog zwischen dem Jetzt und einer religiösen Zeremonie der christlichen Kirche, die im 13. Jahrhundert ihren Anfang hatte und sich in den vier darauffolgenden Jahrhunderten entwickelte.

 

Es handelt sich um die sogenannte „Prozession der Kreuzwegstationen“, auch als Prozession der Mysterien bekannt. Bei den Stationen handelt es sich um die Punkte entlang des Weges, auf dem die Prozession die Ereignisse vor der Kreuzigung Christi zurückverfolgt. Bei jeder Station hielt der Zelebrant eine Rede – im Prinzip eine Predigt – vor der Versammlung der Gläubigen, die zu dem jeweiligen Thema oder Gedanken meditierten. Auch Bilder wurden ausgestellt und häufig von einer passenden Musik begleitet. Der Zug begab sich sodann zur nächsten Station, wo ein neuer Gedanke zur Meditation präsentiert wurde.

Was Marlies Franz hieran interessiert, ist sowohl der religiöse Aspekt als auch das Modell, das es uns bietet, um von einem Ort zum anderen zu gelangen und sich dabei Zeit zum Nachdenken zu nehmen, statt uns zu beeilen und lediglich einen flüchtigen Eindruck zu gewinnen. Dies war der Ausgangspunkt.

Thematisch gestreift werden u. a. Stierkampf, Bürgerkrieg, Anti-Atomkraft- Bewegung, massentouristische Auswüchse des Jakobsweg-Booms, Pilger-Hinterlassenschaften wie von Müll am Straßenrand, Fremdenhass.