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Gedenken an Pogrom am 9. November 1938
200 Wiesbadener Bürger halten Erinnerung an Verfolgung der Juden wach
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Gäste der Gedenkveranstaltung mit Vorstandsmitgliedern der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, Fotos EKHN/Töpelmann
Wiesbaden, 10. November 2009. Am jährlichen Gedenktag der Pogromnacht erinnert die Bürgerschaft Wiesbadens am Michelsberg – dem ehemaligen Ort der zerstörten Synagoge – an die Vertreibung und Vernichtung der Wiesbadener Juden im Dritten Reich. Am 71. Jahrestag standen die Ansprache der Oberbürgermeisters Dr. Helmut Müller und Texte und Musik von Schülern der Wiesbadener Carl-von-Ossietzky-Schule im Mittelpunkt.
Müller erinnerte an den Brand der Synagoge am 9. November 1938, der zuerst von der Feuerwehr gelöscht werden konnte.
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Namentliches Gedenken als Vermächtnis bleibt
Trauerfeier für Angelika Thiels - Stadtverordnetenvorsteherin in der Landeshauptstadt Wiesbaden – in der Wiesbadener Lutherkirche
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Foto: EKHN/Töpelmann
Wiesbaden, 9. November 2009. Am Gedenktag der Pogromnacht, dem 9. November, wurde sie zu Grabe getragen. Fast zeichenhaft für das, was ihr am meisten am Herzen lag und, was immer in Erinnerung bleiben wird: Das namentliche Gedenken an die Vertreibung und Vernichtung der Wiesbadener Juden. Bei der Trauerfeier in der Lutherkirche leuchtete noch einmal auf, was das Engagement der Wiesbadener Stadtverordnetenvorsteherin Angelika Thiels für die Stadt war und was die „erste Frau“ der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren geleistet hat.
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Reformationstag mit Lothar de Maizière
Hessische und Rheinland-pfälzische Politiker in Wiesbadener Lutherkirche
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Stellvertetende Kirchenpräsidentin der EKHN, Cordelia Kopsch, Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz, Dr. Lothar de Maizière, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Ehefrau Claudia Jung, Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz van Elst, Fotos: EKHN/Töpelmann
Wiesbaden, 1. November 2009. Lothar de Maizière, der erste 1990 frei gewählte Ministerpräsident der DDR hat am gestrigen Reformationstag (31.10) in Wiesbaden die Rolle der Kirchen bei der deutschen Wende 1989 gewürdigt. „Die Kirchen und Synoden wurden zu Schulen der Demokratie“, sagte der Politiker. Viele Gruppen in der DDR hätten damals keine Versammlungsräume gehabt, nur die Kirche habe diesen zur Verfügung stellen können. Selbst Nichtchristen hätten bei den Friedensgebeten und in den kirchlichen Gesprächsgruppen gewusst, „in der Kirche ist Raum für ein offenes Wort.
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Henning Mankell liest – für Afrika!
MarktKircheLiteratur, die neue Lesereihe der Evangelischen Kirche und Katholischen Kirche auf dem Sternschnuppenmarkt, startet in diesem Dezember zum ersten Mal.
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Henning Mankell, Foto: Lina Ikse Bergman
Und das gleich mit einem Highlight: Henning Mankell ist am Sonntag, dem 13. Dezember 2009 um 19.30 Uhr in der Marktkirche zu Gast. (Für die Benefizlesung mit Henning Mankell ist nur noch ein begrenztes Kontingent an Hörplätzen verfügbar. Die Karten für diese Plätze sind ab Freitag (11.12.), 10.30 Uhr am Stand der Kirchen auf dem Sternschnuppenmarkt (direkt vor der Marktkirche) für 10,- Euro erhältlich.) Auf Einladung der Gesellschaft für Internationale Entwicklung (SID) und des Kulturamts der Stadt Wiesbaden kommt der schwedische Bestsellerautor im Dezember nach Wiesbaden.
Spontan hat er sich bereit erklärt, einen Tag länger zu bleiben und mit einer Benefizlesung aus seinem Roman „Der Chronist der Winde“ das Projekt „africa action“ zu unterstützen. 15 Euro, soviel oder so wenig kostet eine Karte für die 100%-Benefizveranstaltung – alle Eintrittsgelder gehen direkt an den Wiesbadener Freundeskreis der „africa action“, der sich für Projekte zur Bekämpfung und Heilung von Blindheit, vor allem bei Kindern, in der Sahel-Zone einsetzt. 
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Freiheit muss man vordenken

Reinhard Höppner erzählt aus seinem Buch vom Fall der Mauer

 

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Reinhard Höppner mit dem Vorsitzenden der Martin-Niemöller-Stiftung Professor D. Martin Stöhr (rechts), Foto EKHN/Töpelmann

30. Oktober 2009. Dr. Reinhard Höppner, Vizepräsident der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer kann Geschichten erzählen. Von Leipzig, Madeburg und Berlin. Zu Zeiten, als es die deutsche sozialistische Republik´ noch gab und wie sie zerfiel. Im Literarischen Salon des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in Wiesbaden stellte der Politiker sein Buch „Wunder muss man ausprobieren – der Weg zur Deutschen Einheit“ vor. Der Ostdeutsche der von 1994 -2002 Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt war, brachte die damalige Wendestimmung mehr redend als vorlesend eindrucksvoll zum Ausdruck. Pfarrer hätten die Friedensgebete in Leipzig und anderswo schon Jahre zuvor während der Friedensdekaden der evangelischen Kirche in Ostdeutschland jeweils im November durchgeführt. Es waren keine Erfindungen der Wendezeit.

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