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„Kaffee plus“ lässt Kirche und Diakonie in Wiesbaden noch näher zusammenrücken
Bericht von der Eröffnungsfeier am 27. Januar 2010. Ab Februar wöchentliches Beratungsangebot
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Wenn der Vater mit der Bahn ins Ruhgebiet fährt – und glaubt, er befände sich in Hochheim, ist es höchste Zeit, sich Hilfe zu holen“, sicher ist es ein markantes Beispiel, das die Sozialarbeiterin Barbara Berg anlässlich der Eröffnungsfeier eines neuen Beratungs-angebotes der Diakonie anführte. „Aber der Bedarf an Hilfe und Beratung ist immer individuell“ betonen die Berater der Diakonie.

Ab Februar 2010 können Rat suchende Betroffene und Angehörige mittwochnachmittags von 15.00 bis 17.00 Uhr im so genannten  „Kaffee plus“ eine kostenlose Fachberatung zu Demenz und vielen anderen Themen aufsuchen. „Kaffee plus“ ist ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werks Wiesbaden (DW) mit dem Evangelischen Kirchenfenster Schwalbe 6 in der Schwalbacher Straße 6.

Im wöchentlichen Wechsel werden Experten der Bereiche Altenhilfe, Demenz, psychologische Beratung und Allgemeine Lebensberatung zu zwei offenen Beratungsstunden bereitstehen. „Fachkompetent, niedrigschwellig, kostenlos“, wie Gustav Förster, Leiter des DW-Wiesbaden, sagte.

kp2.jpgBei der Auftaktveranstaltung, die am 27. Januar in der Schwalbe 6 stattfand, betonten Heinz Merkel, stellvertretender Leiter des DW- Wiesbaden, und Pfarrerin Annette Majewski vom Kirchenfenster Schwalbe 6, dass mit „Kaffee plus“ der engen Verbindung zwischen Kirche und Diakonie ein weiterer Ausdruck gegeben wird. 

 „Aufmerksam sein für die Probleme der Menschen und handeln“, nannte der evangelische Dekan Hans-Martin Heinemann als Auftrag der christlichen Gemeinschaft.

Diesem Auftrag will sich das Team des „Kaffee plus“ mit vielfältigen Angeboten stellen. In angenehmer Atmosphäre soll jeder Interessierte bei einer Tasse Kaffee seine Fragen stellen können. Intensive Beratungsgespräche werden im Bedarfsfall in einem separaten Zimmer in der Schwalbe 6 durchgeführt.

kp3.jpgDass die Schwalbe 6 als Ort der Beratung ausgewählt wurde, folge dem sozialen Beratungsbedarf, der immer wieder an die Mitarbeiter im Kirchenfenster herangetragen werde, sagte Annette Majewski. „Zu uns kommen auch Menschen mit Geldsorgen, psychischen Problemen, oder in Überforderungssituationen“ so Pfarrerin Majewski.
Da Seelsorge in manchen Fällen durch sozialarbeiterische Unterstützung ergänzt werden müsse, freut sich die Schwalbe 6 über die Kooperation, die ursprünglich den Titel „Diakonie goes Schwalbe 6“ trug. Obwohl die Evangelische Kirche und die Diakonie als Evangelischer Wohlfahrtsverband das Angebot bereitstellen, wendet sich „Kaffee plus“ an alle Menschen – unabhängig von Religion oder Nationalität.

Wiesbadens Stadträtin Helga Skolik lobte das Engagement, mit dem auf den Unterstützungsbedarf vieler Menschen reagiert werde und betonte die Vorzüge, die sich auch aus der zentralen Lage von „Kaffee plus“ ergebe.

Das Improvisationstheater Subito! sorgte mit einem ebenso witzigen wie auch charmanten Auftritt für einen gelungenen Auftakt zu einem Beratungsangebot, das sich fortan den Sorgen der Menschen in Wiesbaden zuwenden will.

 
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